Wie können Sie helfen

 

Wir sind ein kleiner, eingetragener Tierschutzverein und suchen tierliebe Mitstreiter,                                                                         Pfote_Hand_8x4
die uns bei unserem ehrenamtlichen Kampf gegen das alltägliche Tierleid unterstützen.

Wir suchen:

  • Pflegestellen für Hunde und Katzen
  • Hilfe bei Fahrketten für Hunde und Katzen, Abholung vom Flughafen bzw. Ankunftsorte bei Überlandtransporte
  • bei der Vermittlung von Hunden/Katzen
  • Durchführung von Vor-und Nachkontrollen
  • Sachspenden in jeglicher Form sind immer hilfreich

Natürlich können Sie auch Mitglied werden oder eine Patenschaft für ein Tier übernehmen.
Schreiben Sie uns einfach dazu an.

 

Was ist eine Pflegestelle?  Was bedeutet es Pflegestelle zu sein?

Liebe Unterstützer im Tierschutz,

wir freuen uns sehr, dass Sie sich zum Wohle der Tiere ehrenamtlich betätigen und unseren Verein als Pflegestelle unterstützen möchten. Dies ist eine sehr wichtige und verantwortungsvolle, Aufgabe, denn ohne Pflegestellen in Deutschland hätten die Tiere aus dem Ausland wesentlich weniger Chancen ein Zuhause zu finden. Dies hat den Grund, dass sich viele Interessenten (verständlicherweise) scheuen ein “Blind Date” einzugehen und ungern einem Tier ein Zuhause zusagen möchten, das sie vorher nicht kennen lernen können. Da all unsere Vereinsmitglieder und Helfer ausschließlich ehrenamtlich arbeiten, gibt es hierfür keine Bezahlung, sondern nur den Dank und die Gewissheit Not leidenden Tieren geholfen zu haben, und natürlich das unbezahlbare Gefühl hautnah miterleben zu dürfen wie ein möglicherweise verängstigtes, verschüchtertes Tierchen langsam aber sicher auftaut, beginnt das Leben zu genießen und sich wohlzufühlen.

Bevor Sie sich aber dazu entschließen sich hier zu engagieren, Aufwendungen in Kauf zu nehmen, Verpflichtungen einzugehen, sich zeitlich zu binden, usw. bitten wir Sie, sich vorab nachstehende Informationen gewissenhaft und ausführlich durchzulesen.

Über eine anschließende positive Entscheidung würden wir uns und unsere spanischen Nasen natürlich sehr freuen.

 Was sind die Aufgaben einer Pflegestelle? 

Die Vermittlung herrenloser Tiere ist Teil des Tierschutzes. Oft werden diese Tiere von unserem spanischen Team, dem Tierschutzverein „Asociación Protectora de Animales El Refugio“ ausgesetzt und in schrecklichem Zustand auf den Straßen von Casas Ibanez und der näheren Umgebung aufgefunden.

Auch bekommen wir oft Tiere gebracht, die in Tötungsstation saßen, und deren “Uhr aufgehört hat zu ticken”, wie unsere Tierheimleiterin sehr treffend formuliert hat. Es gibt viele Gründe, die uns veranlassen, ein Tier abgeben zu müssen, ob hier in Deutschland oder in Spanien. So können es auch die Umstände einer Trennung, eines Todesfalles, einer Tierhaarallergie beim Halter, oder andere traurige Bedingungen sein.

Vor allem aber ausgesetzte, streunende, kranke, behinderte oder verwahrloste Tiere aus schlechter Haltung, die wir aufnehmen, sowie Fundtiere, benötigen entsprechende Pflege und suchen ein neues Zuhause. Da unser Tierheim aber leider nur über sehr begrenzte Kapazität verfügt, versuchen wir zu helfen, indem wir bedürftige Tiere auf privaten Pflegestellen unterbringen, wo sie familiäre Betreuung und Pflege, ein bisschen Erziehung und Vorbereitung auf das “normale Leben in der Familie” Zuwendung und vor allem Liebe erhalten sollen, die sie bis dahin meist noch nie erfahren durften.

Welche Voraussetzungen muss eine Pflegestelle erfüllen? 

Bedenken Sie, dass Tiere die zu uns kommen oft eine schlimme Vergangenheit hinter sich haben. Sie wurden nicht selten misshandelt, gequält, in kleine Käfige eingesperrt oder an kurze Ketten gebunden, ohne Futter und Wasser alleine gelassen, oder lebten lange Zeit draußen als verhasster Streuner, hungernd und verfolgt. Diese Tiere sind oft psychisch oder physisch angeschlagen und nur durch viel Liebe, Zuneigung, Geduld und Aufmerksamkeit wieder zu normalisieren, nicht immer gelingt dies vollständig. Hier sind Geschick und Fähigkeiten der Pflegestelle gefordert, um verstörten Tiere Angst, Scheu, Unsauberkeit und manchmal Aggression wieder zu nehmen. Natürlich muss auch sichergestellt sein, dass eine Pflegestelle, der ein Tier anvertraut wird, über die Möglichkeiten einer artgerechten Betreuung und Pflege verfügt, als auch notwendige Sachkenntnis hierfür besitzt.

So kann man zum Beispiel keine große Dogge in einem Ein Zimmer Appartement unterbringen oder ein pflegebedürftiges Tier, welches intensive Betreuung benötigt, jemanden überlassen, der berufstätig und längere Zeit außer Haus ist. So ist bei der Aufnahme von Hunden eine Voraussetzung, dass ein Garten (soweit vorhanden, keine Bedingung) entsprechend abgesichert sein muss, sodass ein scheuer Hund nicht entweichen kann, usw.

Es müssen also sowohl die räumlichen als auch sachkundige Voraussetzungen erfüllt sein. 

Weiterhin müssen alle Familienmitglieder mit der Aufnahme und Betreuung eines Tieres einverstanden sein. Sie, als auch Ihre Familienmitglieder müssen frei von Tierhaarallergien sein. Wenn Sie Mieteigentum bewohnen, muss der Vermieter natürlich informiert werden und einverstanden sein, dass Sie als Pflegestelle tätig sind.

Haben Sie Kinder, so muss gewährleistet sein, dass die Tiere (die oftmals in der Anfangsphase sehr viel Ruhe benötigen) durch die Kinder nicht gestresst oder als Spielzeug angesehen und behandelt werden. Tierliebe, Verständnis, Geduld, Zeit, Erreichbarkeit sowie gesunder Menschenverstand der Betreuerin / des Betreuers sind absolut unabdingbare Voraussetzungen.

Welche Kosten entstehen der Pflegestelle? 

Der Verein versucht natürlich weitestgehend entstehende Kosten abzudecken, damit einer Pflegestelle durch die Betreuung eines „Schützlings“ nicht noch größere zusätzliche Belastungen entstehen. So werden durch den Verein Tierarztkosten in Bezug auf den Pflegling übernommen. Jedoch hat die Praxis gezeigt, dass einer Pflegestelle auch noch weitere Kosten (Telefon-, Fahrtkosten, etc.) entstehen, die in einer Abrechnung keine Berücksichtigung finden können.

Ebenso ist es uns nicht möglich die kompletten Kosten für Futter und Zubehör, wie Leine, Halsband, etc. zu übernehmen.

Sind Pflegestellen über den Verein versichert? 

Der Verein besitzt ab einer gewissen Anzahl Pflegestellen eine Haftpflichtversicherung zur Deckung eventuell entstehender Schäden gegenüber Dritten, doch gilt dies nicht für verursachte Schäden im eigenen Haushalt. Die Versicherung übernimmt keine Haftung bei Eigenverschuldeten Schäden (z.B. bei Verletzung der Aufsichtspflicht). Evtl. Schäden im Haushalt der Pflegestelle können vom Verein nicht übernommen werden. Bitte besprechen Sie das Thema Haftpflichtversicherung im Einzelfall mit uns.

Welche Verpflichtungen geht eine Pflegestelle ein? 

Zunächst haben Sie die volle Verantwortung über das Ihnen anvertraute Tier, dessen fachkundige Pflege, Betreuung, Versorgung und Unterbringung. Dass die bestehenden Tierschutzgesetze, Haltungs-Richtlinien, Empfehlungen, etc. eingehalten werden müssen, versteht sich sicherlich von selbst.

Vorrangig ist aber in jedem Falle immer die Sicherheit für den Menschen, also für Sie, Ihre Familie und alle Menschen die mit dem Tier in Kontakt kommen. Im Hinblick auf die Unberechenbarkeit mancher Tiere ist natürlich auch immer äußerste Wachsamkeit geboten, so dürfen Pflegehunde auch nicht ohne Leine ausgeführt werden.

Ist mit eigenen Haustieren die Aufnahme von Pflegetieren möglich? 

Grundsätzlich ja, man sollte jedoch bedenken, dass jeder (tierische) Gast zunächst Unruhe und Stress bei Ihrem Tier erzeugen kann (Eifersucht, Keilereien, usw. sind oft die Folge). Weiterhin können wir uns (trotz aller tiermedizinischer Vorsorge) nie sicher sein, dass das aufgenommene Tier nicht bereits Krankheitsträger und -Überträger ist. Deshalb geht immer eine (wenn auch geringe) Gefahr für Ihr Tier und den Menschen aus.

Wie lange verbleibt ein Tier in der Pflegestelle? 

Bis dieses letztendlich ein passendes und festes Zuhause bei einem tierlieben Menschen gefunden hat. Wie lange das dauern kann, lässt sich vorab nie sagen. Welpen werden oft sehr schnell vermittelt, ältere, kranke oder behinderte Tiere bleiben oft länger in der Pflegestelle. Bevor Sie einen Hund zur Pflege aufnehmen, sollten Sie prüfen, ob er evtl. für Monate bei Ihnen bleiben kann, denn ein Wechsel ist für den Hund, der vielleicht gerade Vertrauen gefasst hat, auf jedem Fall ein herber Rückschlag, dazu kommt noch das wir in den seltensten Fällen “auf Knopfdruck” einen anderen Platz für den Schützling haben.

Was ist, wenn die Pflegestelle sich nicht mehr um das Tier kümmern kann? 

Eine für uns sehr schlimme Situation entsteht, wenn die Pflegestelle signalisiert, dass Sie die Betreuung für ein aufgenommenes Tier vorübergehend oder dauerhaft nicht mehr übernehmen kann. Meist steht keine passende Ersatzpflegestelle zur Verfügung und im schlimmsten Falle droht dann dem Tier ein Aufenthalt in einer Tierpension. Informieren Sie uns daher bitte rechtzeitig (einige Wochen im Voraus), wenn das Tier wieder zu uns zurück muss, damit auch wir entsprechend planen können.

Darf ein anvertrautes Tier an eine dritte Person weitergeben? 

Nein! Das Ihnen anvertraute Tier darf ohne schriftliche Zustimmung des Vereins auf keinen Fall Dritten zur Haltung und Pflege überlassen werden.

Kann die Pflegestelle die Halterschaft eines Tieres für immer übernehmen? 

Hier gelten für die Pflegestelle die gleichen Regeln, wie für jeden anderen Interessenten. Eine Übernahme der Halterschaft durch die Pflegestelle ist mit Unterzeichnung eines Abgabevertrages möglich, sofern die Zustimmung unseres Vereins vorliegt. Wir verstehen nur zu gut, wie schwer es fällt, sich von einem lieb gewonnenen Tier zu trennen. Bedenken Sie jedoch, dass Sie dem Verein und somit weiteren Tieren dann nicht mehr helfen können. Mit jedem Tier, welches Sie fest übernehmen, müssen wir einem Tier in Not die Aufnahme verweigern, da wir keinen Platz zur Verfügung haben. Weiterhin werden wir auf Sie als Pflegestelle ganz verzichten müssen, wenn Sie letztendlich ein maximales Kontingent an Tieren fest übernommen haben.

Was geschieht, wenn ein Ihnen anvertrautes Tier erkrankt oder sich verletzt? 

Sollten sich Anzeichen zeigen, dass das Ihnen anvertraute Tier erkrankt, ist der Ansprechpartner des Vereins umgehend darüber zu informieren, damit entsprechende Maßnahmen getroffen werden können. Keinesfalls darf die Pflegestelle auf eigene Entscheidung hin einen Tierarzt ihrer Wahl beauftragen, außer bei Notfällen, wie. z.B. einem Unfall. Tritt ein Notfall ein, der das Leben des Tieres akut bedroht, sei es durch Verletzung, Gift oder eine plötzlich auftretende, lebensgefährliche Erkrankung, ist die Pflegestelle dazu verpflichtet, mit dem Tier sofort den nächstliegenden Tierarzt aufzusuchen.

Wie funktioniert die Vermittlung / Abgabe eines Pfleglings? 

Der Verein vermittelt zum Schutz der Tiere nur Halterschaften (die Tiere bleiben lebenslang Eigentum des Vereins). Die Tiere werden sobald diese für eine Abgabe geeignet sind im Internet und den Medien ausgeschrieben, damit sich verantwortungsbewusste Tierfreunde melden um unseren Schützlingen lebenslang ein festes und gutes Zuhause zu geben. Dabei wird in der Regel die Rufnummer der Pflegestelle bereits mit aufgeführt, damit sich Interessenten direkt mit dieser in Verbindung setzen können, um bestmögliche Informationen über das Tier zu erfahren. Der nächste Schritt nach einer terminlichen Absprache, ist der Besuch des Interessenten bei der Pflegestelle, um das Tier kennen zu lernen.

Hier kann durch die Pflegestelle bereits eine erste Einschätzung erfolgen. Ist der Interessent der geeignete Halter für unseren Hund, bringt er die nötige Tierliebe mit und ist bereit, unsere Vertragsbedingungen zu erfüllen? Macht er einen seriösen Eindruck? Sind seine Antworten auf die Fragen im Hinblick auf die Voraussetzungen der Tierhaltung auch positiv? Hatte er schon einmal Hunde und was ist aus ihnen geworden?

Verläuft alles zur Zufriedenheit und die Pflegestelle hat den Eindruck, dass es sich um einen geeigneten Tierhalter handelt, ist der Verein zu verständigen, damit dieser einen Besuch bei dem zukünftigen Halter vereinbart. Prinzipiell erfolgt eine Abgabe des Tieres erst nach einer Vorkontrolle durch einen erfahrenen Vorkontrolleur“, sowie nach Unterzeichnung unseres Schutzvertrages, sowie Überweisung der Schutzgebühr.

Darf die Pflegestelle ein ihr anvertrautes Tier selbst vermitteln? 

Hat die Pflegestelle in Ihrem Bekannten- oder Freundeskreis für das Ihr in Pflege anvertraute Tier Interessenten gefunden, so kann natürlich eine Vermittlung der Halterschaft (Tiere des Vereins bleiben lebenslang dessen Eigentum) direkt durch die Pflegestelle erfolgen. Dies erfordert jedoch unbedingt die vorherige Zustimmung des Vereins. Es gelten jedoch auch hier die vereinsüblichen Vorgehensweisen, wie Vorkontrolle bei dem neuen Halter, der Abschlusses eines Schutzvertrages, Entrichtung der Schutzgebühr, usw.

Darf eine Pflegestelle eine Vermittlung eigenständig vornehmen? 

Nein.

Welche Informationen erhält die Pflegestelle über das Tier? 

Natürlich alle Informationen, die auch dem Verein bekannt sind. Bei Abgabe von Tieren an den Verein als auch bei aufgenommenen Straßenhunden, werden – soweit möglich – alle nur möglichen Informationen erfragt werden. Da unsere Schützlinge jedoch in den meisten Fällen ausgesetzte Tiere sind, wissen wir nicht gerade viel über sie. Es ist aber auch schon von großer Bedeutung, zu wissen, wie und in welchem Zustand man sie wo gefunden hat.

Sonstiges 

Eine Pflegestelle sollte nach Möglichkeit eigenverantwortlich, selbständig und immer zum Wohle eines Tieres handeln. Bedenken Sie jedoch, dass es auch andere Einflüsse zu beachten gibt. So verfügt der Verein nicht über unbegrenzte finanzielle Möglichkeiten, um bei einer Versorgung und Betreuung immer das tun zu können, was man sich gerne wünschen würde. Das bedeutet, dass man auch schon mal Zugeständnisse machen und Kompromisse eingehen muss. Auch ist die Aufnahmekapazität immer ein Problem, so dass eine Unterbringung eines Tieres bei einem Pflegestellenwechsel (zum Beispiel bei Urlaub, Krankheit, etc.) nicht kurzfristig erfolgen und zu Problemen führen kann. Natürlich wird eine Pflegestelle nicht alleine gelassen, die Mitglieder unseres Vereins die mit Vermittlung und Pflegestellenbetreuung beauftragt stehen mit Rat und Tat zur Seite. Wenn Sie all dies weder verschreckt noch verärgert hat; wenn Geduld und Humor zu Ihren vorrangigen Eigenschaften gehören und Sie gerne einem Tierchen beim Start in sein neues Leben behilflich sein möchten freuen wir uns Sie als Pflegestelle begrüßen zu dürfen.