kleine Rassekunde

Viele Hunde in den spanischen Tierheimen/Tötungsstationen sind Mischlinge, einige davon sind spanische Rassehunde.

Die Rassehunde sind meist durch ihre Abgabe/Herkunft oder deren Rassebedingten Merkmale erkennbar.

Bei den spanischen Mischlingen ist es meist nicht so einfach zu erkennen. Wir versuchen durch unsere Erfahrung und dem täglichen Umgang
mit diesen Hunden herauszufinden, welche Rassen in ihnen stecken könnten.

Der Charakter eines Hundes ist bei der Suche nach dem geeigneten Begleiter sehr wichtig, da viele verschiedene Faktoren einspielen.
Je nach den Bedürfnissen des Halters ist es wichtig zu wissen, welche Eigenschaften der jeweilige Hund mit sich bringt.

Z.B. sollte der zukünftige Halter eines Jagdhundes wissen, dass sein Hund sehr Jagdambitioniert ist und
die Psychische/physische Auslastung braucht, um glücklich und zufrieden zu sein.

Oder der Molosser-Artige Hund, der gerne territorial ist und seine Familie bzw. sein Grundstück bewacht.

Hier möchten wir kurz die typischen Rassehunde Spanien´s vorstellen;

Der Galgo:

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Charakterlich ist er im Allgemeinen ruhig und zurückhaltend, wenn er Zutrauen gefasst hat, aber sehr anhänglich und auf seine Bezugspersonen fixiert. Er ist im Allgemeinen verträglich mit anderen Hunden und fügt sich problemlos in bestehende Rudel ein. Er ist rassetypisch im Haus sehr ruhig, im Freien entwickelt er – je nach Erziehung und Veranlagung – einen mehr oder weniger ausgeprägten Jagdinstinkt.

Der Galgo Español ist sehr intelligent, sehr neugierig, für einen Windhund recht gut erziehbar und pflegeleicht. Er stellt keine sehr hohen Anforderungen an den Besitzer, was die Erziehung anbelangt. Er reagiert sehr gut auf positive, bestärkende Erziehungsmethoden. Diese steigern die Bindung an die Besitzer. Mit Druck und Strenge erreicht man bei ihm allerdings nichts.

Der Galgo wurde ursprünglich für die Hasenjagd gezüchtet, kann aber auch auf Kaninchen und Wildschweine angesetzt werden. Er jagt wie alle Windhunde auf Sicht und fängt seine Beute durch seine ausdauernde Schnelligkeit (60 bis zu 65 km/h) und seine blitzschnellen Wendungen. Auf Grund dieser Schnelligkeit wird er auch bei Windhundrennen eingesetzt.

Der Podenco:

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Die Selbstständigkeit dieser Hunde macht es schwierig, sie als Begleithund zu halten. Im Haus sind sie windhundtypisch eher ruhige, sanfte Zeitgenossen, draußen aber zeigen sie häufig stark ausgeprägtes Jagdverhalten.

Für eine artgerechte Haltung ist Freilauf unerlässlich. Je nach Tier kann es unterschiedlich schwierig sein, einen Podenco frei laufen zu lassen. Ein wichtiger Faktor ist dabei auch die Initiative und Konsequenz des Halters.

In Spanien werden die Podencos zur waffenlosen Meutejagd auf Kaninchen eingesetzt. Nur dafür werden sie gezüchtet. Eine Meute besteht in der Regel aus einem Rüden bis zu zehn Hündinnen. Die Hunde arbeiten in der Regel konfliktfrei zusammen, Streitigkeiten um die Beute werden selten beobachtet. Die Hunde suchen sich ihre Aufgaben nach Belieben selbst aus: Manche stöbern eher im Gebüsch, andere umstellen die Büsche und stellen, was herausrennt. Die Podenqueros helfen den Hunden dabei.

Sie sind ihrer Bestimmung nach Solitärjäger, also Jagdhunde im wahrsten Sinne des Wortes: Sie jagen und fangen die Beute selbständig und bringen diese oft lebend zu ihrem Besitzer zurück: Sie jagen „mit weichem Maul“.Die Hunde dieser Rassengruppe sind nicht nur Sichtjäger, sondern sie jagen auch nach Gehör oder mit der Nase.

Sie verstehen es auch, diese drei Möglichkeiten perfekt miteinander zu kombinieren.

Der Jagdhund: (z.B. Dt. Kurzhaar oder Dt. Braque)

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Der Perdiguero de Burgos ist ein seit Jahrhunderten bodenständiger, kaum veränderter Rassetyp in Spanien. Er ist an die örtlichen Gegebenheiten, insbesondere das Wetter, angepasst. Die genaue Herkunft der Rasse ist nicht bekannt, vermutlich entstand sie aus Kreuzungen des Sabueso Español mit dem Pachon Iberico, einer in verschiedenen lokalen Schlägen gezüchteten Rasse, deren bekanntester Vertreter der Pachon Navarro ist.

Als Vorsteh-und Jagdhund eignet der Deutsch Kurzhaar sich für die Jagd, hat einen ausgezeichneten Geruchssinn und apportiert gut, lässt sich leicht abrichten und ist ein anhänglicher Begleithund.

Er passt sich gut an das Leben in der Familie an und ist bei richtigem Umgang freundlich zu Kindern, jedoch benötigt er viel Bewegung und entsprechende Aufgaben, da er ein Jagdhund mit viel Energie ist. Geeignete Beschäftigungen sind alle Formen der Nasenarbeit, wie Fährtenarbeit (Mantrailing) und Apportiertraining.

Der Mastìn Español:

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Als Herdenschutzhund gezüchtet, begleitet er auch heute noch die wenigen Viehherden, die in Spanien über große Entfernungen getrieben werden. Hirten schätzen den Mastín sehr, man sagt, dass mehrere Mastines gemeinsam auch Wölfe und Bären erlegen können.

Der Mastín Español wirkt mit einer Größe bis zu 82 cm und bis zu 70 kg Gewicht beeindruckend.

Jedoch wird der Mastín heute allmählich zum Haus- und Hofhund. Allerdings erwartet der Mastín eine klare Rolle innerhalb der Familie beziehungsweise des Rudels. Steht diese fest, ist der Mastín ein überaus wachsamer Beschützer von Haus und Hof.

Die Rasse steht in mehreren deutschen Bundesländern auf der Liste potentiell gefährlicher Hunderassen.

Das bedeutet, das für die Haltung dieser Rasse ein Sachkundenachweis notwendig ist und außerdem evtl. Mehrkosten bei Versicherung und Hundesteuer mit zu kalkulieren sind.